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Der Verein

Projekt zur Unterstützung des Sherpaklosters Thame
in Solu Khumbu / Nepal

Der Thame Gompa Verein wurde im März 2009 von Tenzin Dorje Sherpa, Kerstin Blumenschein und einigen Freunden in München gegründet. Der Verein dient hauptsächlich dazu, die Mönche des Nyingma-Klosters oberhalb des Ortes Thame (4000m) im nepalesischen Khumbugebiet (Mt. Everest Region) mit regelmäßigen Mahlzeiten zu unterstützen und deren Bildung zu fördern.

Das Nyingma Kloster (Gompa) von Thame, Dechen Chökhor Ling (zu Deutsch: ‚Dharmarad der großen Glückseligkeit’) befindet sich in Khumbu / Nepal. Es liegt etwa 200 Höhenmeter über der Ortschaft Thame (3.800m) an der südlichen Senke des Sumdurberges (5377m) unter einer sehr hohen, steinigen Klippe mit vielen bedeutungsvollen Zeichen.

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Das Kloster wurde im 17. Jahrhundert von Rolpe Dorje, der mit außergewöhnlichen Kräften versehen war, gegründet. (Details in dem Buch „Dharma Wheel of Great Bliss“, Vajra Publications, 2008)

Am 31. Dezember 2009 begann das Thame Gompa Projekt mit einer Eröffnungszeremonie mit den derzeit 30 Mönchen, einigen Besuchern aus dem Khumbugebiet, Nawang Lobsang Rinpoche, dem Nachfolger von Thame Rinpoche, und Tenzin. Die Zeremonie verlief recht gut und harmonisch, es schneite sogar an diesem Tag, was dort als Glück verheißendes Zeichen gilt.

Warme Mahlzeiten und gute Bildung

Seit 1. Januar 2010 erhalten die Mönche drei warme Mahlzeiten am Tag. Im Jahr 2011 fanden sechs junge Mönche im Thamekloster ein neues Zuhause. Sie erhalten eine Grundschulausbildung und monastische buddhistisch-philosophische Bildung. Zu Anfang war es die Aufgabe der älteren Mönche die Jungen auszubilden.

Im Jahr 2012 fanden wir glücklicherweise einen qualifizierten Lehrer für die Mönche. Im selben Jahr traten noch fünf weitere Kinder ins Kloster ein. Im Mai 2012 besuchte Tenzin mit den Freunden
Kathrin und Jürgen Ludwig das Kloster und sie produzierten einen Kurzfilm, um die positiven Veränderungen im Kloster zu dokumentieren. Es war auch möglich, die Mönche mit neuen Winterjacken und warmen Socken zu versorgen, die Zimmer zu renovieren, ein großes Zelt für spezielle Ereignisse zu beschaffen und einen Beitrag für die Renovierung eines Stupas zu leisten.

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Ein guter Lehrer wird gesucht

Im Jahr 2013 wurde der Wohnbereich der Thame Gompa Gemeinschaft mit dem Zuwachs von insgesamt elf Mönchen so knapp, dass es keine geeigneten Räumlichkeiten mehr für den Hauptlama, den Lehrer und für spezielle Gäste gab. Aus diesem Grund bat uns die Gemeinschaft zu helfen, das alte baufällige Haus hinter der Klosterküche abzutragen und ein komplett neues Haus zu bauen. Der Thame Gompa e.V. konnte für diese Maßnahme eine Anschubfinanzierung gewähren. Am Ende desselben Jahres verließ jedoch der Lehrer das Kloster und somit sind die Seniorenmönche wieder verantwortlich für die Ausbildung der Jungen, bis ein neuer Lehrer gefunden wird.

Im Jahr 2014 reiste Tenzin nach Kathmandu, um Lama Nawang Lobsang Rinpoche und den Manager Nawang Chogyab zu treffen. Dabei ging es hauptsächlich um die Ausbildung der jungen Mönche. Die bestmögliche Ausbildung der Mönche liegt Tenzin sehr am Herzen und er wünscht sich, dass wieder ein geeigneter qualifizierter Lehrer gefunden wird, der länger bleibt und bereit ist, die einfachen Bedingungen und das oft rauhe Klima dieses Gebietes auf sich zu nehmen.

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Die Rückkehr des Thame Rinpoche

Im November 2014 wurde die Reinkarnation von Thame Rinpoche, der am 31. Oktober 2009 verstorben war, offiziell bestätigt. Der Junge mit dem Namen Sonam Phuntsog ist 4 Jahre alt und verbrachte seine frühe Kindheit bei seinen Eltern in Jorsale, einem kleinen Dorf unterhalb von Namche Bazar. Am 2. Februar 2015 erhielt Sonam Phuntsog seine erste Ordination in Maratika, einem bekannten Padmasambava-Pilgerort in Solu. Jetzt lebt er im Thamekloster und beginnt seine monastische Ausbildung.

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Mehr Unterstützung ist willkommen!

Wir würden uns sehr über mehr Mitglieder und Sponsoren freuen, sodass unser Projekt stabiler wird. Seit dem Zuwachs der Mönche ist das Essen und der damit verbundene Aufwand teurer geworden. Aus diesem Grund bat uns der Manager von Thame Gompa, das Mahlzeitenbudget zu erhöhen. Der Thame Gompa e.V. gab deswegen zehn Prozent mehr vom Budget in 2014.

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Tenzins Geschichte mit Thame und Thame Rinpoche

Tenzin Dorje Sherpa wuchs in Thame als letztes Kind einer Nomadenfamilie mit vier Schwestern und einem Bruder auf. Der Vater verstarb an Tuberkulose als Tenzin noch nicht einmal ein Jahr alt war. Seine Mutter arbeitete sehr schwer. Sie zog die sechs Kinder alleine auf, arbeitete auf den Feldern, hütete Schafe und Yaks. Sie war eine sehr gütige Mutter.
Als Tenzin fünf Jahre alt war, ging er zu seinem Onkel ins Thamekloster. Sein Onkel war ein beliebter Mönch und wegen seiner Weisheit sehr angesehen. Tenzin lebte mit ihm in einer kleinen Hütte und erhielt seine Grundbildung wie Lesen, Schreiben, Texte und Gebete auswendig lernen etc. von ihm. Obwohl sich der Onkel so gut um Tenzin kümmerte, riss der kleine, zarte Junge mit seinem tradtionellen rubinroten Mäntelchen öfters vom Kloster aus. Er rannte blitzschnell und barfuß zu seiner Mutter und den Geschwistern, die er sehr vermisste, hinunter nach Thame.

Thame Rinpoche war drei Jahre älter als Tenzin. Sobald sein Lehrer das Haus verließ, rief der kleine Rinpoche nach Tenzin, um mit ihm zu spielen. Die Verbindung zu Thame Gompa und Rinpoche begann in diesen jungen Jahren. In der Zeit erlebte Tenzin die extrem harten Bedingungen dieses Klosterlebens.

Als Tenzin neun Jahre alt war, gab ihm sein Onkel die Wahl, entweder nach Tengboche in ein Nyingma-Kloster oder nach Lawudo in ein Gelugpa-Kloster zu gehen, um Mönch zu werden und eine gute Ausbildung zu erhalten. Tenzin entschied sich für Lawudo, weil das Kloster damals neu gegründet wurde und es dort mehr Jungen in seinem Alter gab. Die Mönche blieben von März bis Oktober in Lawudo und verbrachten den Rest der Zeit im bekannten Kopan-Kloster in der Nähe von Boudanath bei Kathmandu. Die Bedingungen in den Wintermonaten waren hart und schwierig in den Bergen. Mit Rücksicht auf die jungen Mönche blieb man darum später ganzjährig in Kopan, wo Tenzin neun Jahre lang verweilte.

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Über Dharamsala nach München

Danach reiste er nach Dharamsala, um an einem dreimonatigen Vajrasattva-Retreat teilzunehmen. Nach Vollendung der Klausur war es für Tenzin klar, dass es an der Zeit war, seine Mönchsroben abzulegen und ein neues Leben zu beginnen. Tenzin war neun Jahre lang Direktor des Tushita-Meditationszentrum in Dharamsala. Im Jahr 1991 kam er nach München und arbeitete acht Jahre in einem großen Hotel als Housekeeping Supervisor. Im April 1999 eröffnete er dann den Buch- und Kunsthandel Kunst des Himalaya und führt seither das Geschäft. Er lebt nun seit 21 Jahren mit seiner Lebensgefährtin Kerstin in München.

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Die kleinen Mönche in Thame

Thame Rinpoche war drei Jahre älter als Tenzin. Sobald sein Lehrer das Haus verließ, rief der kleine Rinpoche nach Tenzin, um mit ihm zu spielen. Die Verbindung zu Thame Gompa und Rinpoche begann in diesen jungen Jahren. In der Zeit erlebte Tenzin die extrem harten Bedingungen dieses Klosterlebens.

Als Tenzin neun Jahre alt war, gab ihm sein Onkel die Wahl, entweder nach Tengboche in ein Nyingma-Kloster oder nach Lawudo in ein Gelugpa-Kloster zu gehen, um Mönch zu werden und eine gute Ausbildung zu erhalten. Tenzin entschied sich für Lawudo, weil das Kloster damals neu gegründet wurde und es dort mehr Jungen in seinem Alter gab. Die Mönche blieben von März bis Oktober in Lawudo und verbrachten den Rest der Zeit im bekannten Kopan-Kloster in der Nähe von Boudanath bei Kathmandu. Die Bedingungen in den Wintermonaten waren hart und schwierig in den Bergen. Mit Rücksicht auf die jungen Mönche blieb man darum später ganzjährig in Kopan, wo Tenzin neun Jahre lang verweilte.

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Der Kreis schließt sich mit dem Thame Gompa e.V.

Im Jahr 2007 sind Thame Rinpoche und Tenzin wieder in Kontakt gekommen und die beiden trafen sich 2008 zum ersten Mal nach sehr langer Zeit. Thame Rinpoche bat Tenzin inständig, die Thame Gompa Gemeinschaft mit regelmäßigen Mahlzeiten und besserer Ausbildung zu unterstützen. Tenzin war davon sehr berührt und fühlte sich sofort verantwortlich, der Bitte so bald wie möglich nachzukommen. So gründete er im Jahr 2009 mit einigen Freunden den Thame Gompa e.V. – und die Geschichte geht hoffentlich mit Hilfe vieler gütiger Menschen noch lange weiter …

Wenn Sie sich angesprochen fühlen, besteht die Möglichkeit, Mitglied unseres gemeinnützigen Vereins zu werden und so zu einer langfristigen Lösung für dieses Kloster beizutragen. Die Sponsoren können den Mönchen auch ihre Wünsche und Sorgen mitteilen, die sie dann gerne in ihre Gebete aufnehmen.

Der Jahresbeitrag für Vereinsmitglieder kann aus drei Stufen gewählt werden: 50, 100 oder 180 EURO pro Jahr.

Natürlich sind wir auch über einmalige Zuwendungen / Spenden in beliebiger Höhe sehr erfreut und dankbar! Mitgliedsbeiträge sind steuerlich absetzbar, Spendenquittungen werden auf Wunsch erteilt.

Ich bedanke mich für Ihr Interesse und
freue mich auf eine Kontaktaufnahme.

Mit freundlichen Grüßen und Tashi Delek!
Tenzin Dorje Sherpa

→ Thame Gompa Flyer 2015 zum Download